- - - Harald Bahr von Ehrenberg - - - - Elbbrücke Schönebeck
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Come and behold
James Joshua Otto / www.freemusicarchive.org
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Die Elbbrücken von Schönebeck


Die ersten Überlegungen eine Brücke zu bauen, stammen aus dem Jahr 1887. 1903 erfolgte die Ausschreibung und den Auftrag erhielt die Firma August Klönne aus Dortmund .

Der Baubeginn war am 01. Juli 1910 auf der Grünewalder Seite. Die Gesamtlänge der Brücke betrug zwischen den beiden Auffahrten 584.90m und sie war 13,12m breit. Für die Schönebecker Auffahrt mussten die Häuser Müllerstraße 8 und 9 abgerissen, sowie das Gartengrundstück der Müllerstraße 24 aufgeschüttet werden.

Innerhalb von nur 2 Jahren konnte am 30. November 1912 die Einweihung der "Schaumburg-Brücke" gefeiert werden.

Der Kostenvoranschlag der Baufirma Klönne lag bei 1.236.735 Mark. Die Baukosten insgesamt waren 1.240.000 Mark.

Auf der Schönebecker Seite wurde im Februar 1912 mit dem Bau von Brückenhaus und Treppenaufgang, nach Entwürfen des Jugendstilarchitekten Prof. Bruno Möhring, begonnen. 

Nach Fertigstellung der Brücke wurden  Grünewalde und Elbenau am 01. April 1913 nach Schönebeck eingemeindet.

Beachtlich ist, dass bereits im Jahr 1914 ein Brückenticket-Verkaufsautomat Passierscheine zur Benutzung der Brücke ausgab. Die Tarife konnte man sich leicht merken: Kinder unter 4 Jahre, keine Gebühr,
1 Handwagen, Karren oder Schlitten 5 Pf.,
1 Person auch mit Traglast 10 Pfennig,
1 Tier 20 Pf., 1 Fuhrwerk 30 Pf. und ein Motorgetriebenes Fahrzeug 100 Pfennig.

Nicht lange währte die Freude über die neue Verbindung zwischen der Stadt Schönebeck und den Gemeinden Grünewalde und Elbenau.

Als die Amerikaner auf die Stadt Schönebeck zu rückten, wurde der Befehl, die Brücke zu sprengen, am 12. April 1945 um 08:30 durch ein Pionierbataillon ausgeführt. Das änderte natürlich nichts am Kriegsausgang, sondern brachte nur neues Leid.

Wie vor dem Brückenbau war nun wieder der Fährbetrieb die einzige Möglichkeit Mensch und Material nach Grünewalde über zu setzen. Eine kleine Dampfbarkasse fuhr zwischen den Fährzeiten.

Im Sommer 1950 wurden gesprengten Reste beseitigt, ein neuer Brückenpfeiler in die Flussmitte gesetzt und eine neue Brücke von der Schönebecker Seite aus eingeschoben.

Bis dahin übernahm eine in Frohse gebaute Gierfähre das Übersetzen von Mensch, Tier und Material.

Groß war die Freude, als endlich am 20. Mai 1952 um 11:00 Uhr die neue "Ernst- Thälmann-Brücke" vom damaligen Ministerpräsidenten Werner Bruschke und im Beisein von Irma Thälmann der Bestimmung übergeben wurde.

Zwischenzeitlich wurde sie von 1995 bis 1997 umfangreich instand gesetzt.

Und Herbst 2015 ist wieder einmal eine Reparatur notwendig.


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