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Bahnhof und Güterbahnhof Schönebeck

Der Schönebecker Bahnhof...
... ist zur Zeit jämmerlich an zu sehen. Und kaum Jemand weiß, dass er einmal ein ganz besonderer Bahnhof war.

Erster Spatenstich und Fertigstellung des Gebäudes war das Jahr 1839.

Am 29. Juni des Jahres fuhr eine englische Dampflok mit dem stolzen Namen 'Adler'     mit 13 geschmückten Wagons auf der neu eröffneten Strecke von Magdeburg nach Schönebeck in sage und schreibe 25 Minuten

Und was ist nun das Besondere am Schönebecker Bahnhof?

Er war der erste Bahnhof der Welt, von dem man aus in drei Länder reisen konnte:
Preußen, Sachsen und Sachsen/Anhalt.

In dem Büchlein "775 Jahre Schönebeck an der Elbe" (Britta Meldau, Petra Bosse) ist zu lesen, dass es eine festliche Einweihung der Strecke MD-Leipzig gab. Geladene Gäste waren die Landräte, Bürgermeister, Honoratioren der betreffenden Landkreise und Städte.

An dem Wochenende und den darauf folgenden Tagen bis zum nächsten Sonntag nutzten fast 11.300 Personen das neue Verkehrsmittel.

Die Lokomotiven hatten die Namen  'Adler, 'Bär', Salina' und 'Antilope'

Da Schönebeck auch eine bedeutende Industriestadt war, gab es hier auch einen regen Güterverkehr auf der Schiene.

Ein Bild von 1930 zeigt z. B. Gleisanlagen vor dem Merckschen Werk an der Königstraße, ein anderes Foto vom Schönebecker Güterbahnhof ist aus einer Zeit in der gerade die Fabrik "Prowiko" erbaut wurde und ein weiteres Bild zeigt die Gleisanlagen vor der Hermania.

Viele Betriebe hatten einen Anschluss an das Netz der Deutschen Reichsbahn. Es war ein zuverlässiges und preisgünstiges Transportmittel für Industriegüter und Waren aller Art. Zu damaliger Zeit war das Wort 'Lokführerstreik' noch nicht aktuell.


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